Ein Name wie Peat’s Beast lässt wenig Spielraum. Hier geht es nicht um leise Töne, sondern um Rauch, Torf und Kraft. Der Single Malt richtet sich klar an Freunde kräftiger Islay-Whiskys. Doch kann das „Biest“ mehr als nur laut sein? Zeit für das Tasting des Biests.
Islay Single Malt vom Abfüller
Die genaue Brennerei wird nicht genannt, klar ist jedoch die Region – wer hätte es gesacht: Islay. Peat’s Beast stammt von einem unabhängigen Abfüller, der bewusst auf Transparenz bei den Eckdaten setzt, nicht aber beim Namen der Brennerei.
Es handelt sich um einen Single Malt Scotch Whisky, kein Blended. Der Fokus liegt eindeutig auf stark getorftem, peated Stil mit klarer Islay-DNA.
Herstellung & Eckdaten im Peat’s Beast Test
- Abgefüllt wird die Standardversion mit 46 % Vol.
- Nicht kühlfiltriert, ohne Farbstoffe.
- Das Alter ist nicht angegeben.
Die Farbe: strohgelb mit hellen Reflexen. Das deutet auf eine eher klassische Fassreifung hin, vermutlich im Bourbon Cask, offiziell bestätigt ist das jedoch nicht.
Nase des Peat’s Beast: Hui, das kribbelt
Schon beim ersten Kontakt zeigt sich, wohin die Reise geht. Seespray, Lagerfeuerrauch und feuchte Erde steigen direkt in die Nase. Dazu kommen Torfmoos und nasses Gras.
Mit etwas Luft entwickeln sich fruchtige Noten von Birne und Apfel. Im Hintergrund liegt ein Hauch von frischem Brot. Die Aromen sind kräftig, aber nicht unausgewogen. Man merkt sofort: Das ist kein Leisetreter.
Gaumen – wie schmeckt er?
Im Geschmack hält der Peat’s Beast, was der Name verspricht. Kräftiger Rauch, dicker Torf, etwas Teer und eine cremige Lakritznote prägen das Bild. Der Whisky wirkt stark und strukturiert. Er brennt leicht – aber genau das gehört hier dazu. Wer einen sanften Dram sucht, ist falsch. Wer Druck und rauchige Intensität möchte, bekommt hier einiges geboten.
Trotz der Wucht bleibt der Geschmack klar. Kein Chaos, sondern ein deutlich rauchiger Stil mit Charakter.
Und der Abgang?
Der Abgang ist mittellang bis lang. Rauch und Torf bleiben präsent, dazu eine trockene Würze. Das leichte Brennen begleitet auch hier, wirkt aber stimmig zum Gesamtbild. Alles andere hätte mich jetzt auch gewundert 🙂
Fazit zum Peat’s Beast Tasting
Der Peat’s Beast ist ehrlich, stark und macht seinem Namen alle Ehre. Ja, er brennt ein wenig. Aber genau das erwartet man bei so einem peated Islay Whisky. Für rund 30 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut überzeugend. Wer rauchige Single Malts mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Unterm Strich ein kraftvoller, rauchiger Scotch mit klarer Ausrichtung. 82 Punkte.
★★★★☆
Ein kleiner Pluspunkt geht tatsächlich an die Verpackung – auch wenn ich mich sonst selten davon beeindrucken lasse.

